Transport & Lagerung
Pflanzen schonend transportieren und möglichst sofort einpflanzen. Wurzelware muss sofort gepflanzt (oder eingeschlagen) werden. Pflanzen mit Ballen können ein paar Tage liegen, allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Ballen nicht austrocknen und keinen Frost bekommen.
Einpflanzen
Prüfen Sie, ob Bodenverdichtungen vorliegen und beseitigen sie sie wenn nötig.
- Pflanzloch ausheben (Volumen mindestens das 1,5 fache des Ballens)
- Untergrund lockern
- Boden mit Pflanzerde verbessern (Pflanzerde mit Boden vermengen)
- Pflanze einsetzen (Ballentuch nicht entfernen, allenfalls aufschneiden!)
- Pflanzloch mit Boden und Pflanzerde füllen
- Stand der Pflanze prüfen (Ausrichtung)
- Mit dem Hacken antreten
- Einmalig wässern (damit Boden wirklich an die Wurzeln kommt)
Düngen
In der Wachstumsperiode nach der Pflanzung muss nicht (!) gedüngt werden, da die Pflanze kaum Nährstoffe benötigt und durch die schon (schwach) gedüngte Pflanzerde versorgt ist.
Ab dem 2. Standjahr kann vorsichtig gedüngt werden. Möglichkeiten:
- Mineralischer, umhüllter Langzeitdünger (einmalige Düngung im April mit ca. 50 g pro Quadratmeter genügt für das ganze Jahr)
- Mineralischer Langzeitdünger (Düngung Anfang April und Anfang Juli mit je 25 g pro Quadratmeter)
- Organischer Dünger (Einmalige Düngung im April, Nachteil: Geruchsbelästigung)
Wir raten davon ab mit „Blaukorn“ zu düngen, da die Gefahr einer Überdüngung zu groß ist. Sparen Sie nicht an ein paar Euro für den Dünger, wenn Sie nachhaltig schöne Pflanzen haben wollen.
Wässern
Wässerung nur nach Bedarf. Im ersten Standjahr bei längerer Trockenheit kontrollieren, ob die Pflanzen noch hinreichend feucht sind. Falls nicht, dann wässern. Insbesondere auf leichten Böden ist öfter zu wässern, als auf schweren Lehmböden. Laubgehölze benötigen grundsätzlich mehr Wasser, als immergrüne Pflanzen. Bitte nicht regelmäßig wässern, ohne zuvor die Feuchtigkeit zu kontrollieren. Besonders für Eiben ist Staunässe mindestens so gefährlich, wie kurzzeitige Trockenheit.
Wachstum im ersten Standjahr
Auch wenn Pflanzen in der Baumschule regelmäßig verpflanzt werden, bedeutet Umpflanzen Stress. Daher ist es normal, dass Heckenpflanzen im ersten Standjahr etwas leiden. Hierzu gehört:
· nicht optimale Ausfärbung
· Blätter bleiben kleiner, weniger Blätter
· verspäteter Austrieb
· geringer Zuwachs
· bei Nadelgehölzen: Abwurf älterer Nadeln
Schnitt
Heckenpflanzen sollten mindestens einmal jährlich geschnitten werden. Der beste Zeitpunkt hierfür ist das zeitige Frühjahr (März/April). Optional kann Mitte Juni und im August bei nicht zu heißer Witterung nochmals geschnitten werden.
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